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7 Gründe warum Menschen Angst vor der Liebe haben

7 Gründe, warum Menschen Angst vor der Liebe haben

Tiefe Liebe macht uns verletzlich und angreifbar

Wenn man sich verliebt, dann offenbart man sein innerstes. D.h. mit anderen Worten, wir entblößen unsere Seele und dadurch sind wir wehrlos gegen Verletzungen. Besonders nach gescheiterten Beziehungen, verspüren wir große Ängste wieder verletzt zu werden. Liebe kann oft schmerzlich sein und der natürliche Schutzmechanismus unsere Seele zu schützen tritt in Kraft. Das Herz sagt etwas und der Verstand analysiert die Gegenwart und fragt: Was ist, wenn es schon wieder schief geht?

Zudem ist meist die Furcht vorhanden, sich aufzugeben, zu viel von der Selbständigkeit zu verlieren und sich zu stark dem Partner anpassen zu müssen.

Eine neue Liebe reisst alte, längst vergangene Wunden auf

Die Angst, dass dieses Vertrauen, dass wir dem Partner schenken, missbraucht wird oder dass die Beziehung das gleiche Ende nimmt, wie die letzte, lässt uns oftmals zurückschrecken und wir ziehen uns zurück. Die Vergangenheit bricht hervor unter Umständen auch Kindheitserlebnisse, wenn wir zum Beispiel in der Kindheit stark verletzt wurden. Das prägt die Menschen sehr stark und hat große Auswirkungen darauf, in wie weit man sich anderen Menschen öffnen kann und in wie weit man eine Liebe auch bedingungslos annimmt.

Wenn man sich nach Liebe sehnt, wird das in diesem Fall automatisch mit Schmerz in Verbindung gebracht. Und zwar mit dem Schmerz, den man empfunden hat, als man darauf verzichten musste, obwohl man dies so dringend gebraucht hat.

Eine neue Liebe bringt auch Selbstzweifel

Das mag erstmal etwas verwirrend klingen, weil man ja annehmen müsste, dass sich Liebe, die einen entgegengebracht wird, erstmal positiv auf unser Selbstwertgefühl auswirkt. Das macht es auch, aber manchmal ist dies gerade ein Bremser und ich sage euch warum.

Der Mensch ist im Inneren sehr selbstkritisch. Manchmal lassen es Kindheitstraumen auch nicht zu, dass wir uns selbst liebenswert finden. Dieses Minderwertigkeitsgefühl ist tief in unserer Seele verankert. Wir fragen uns, warum sich denn jemand in uns verlieben sollte? Was will er/sie? Liebt er mich wirklich um meiner selbst Willen? Warum gerade ich? Ich bin weder schön, noch habe ich einen besonderen Charme?

Das ist aber oftmals nur ein Deckmantel, denn im Grunde genommen verstecken wir hierunter unsere Angst verletzt zu werden. Das Schneckenhaus des Minderwertigkeitskomplexes bietet einen idealen bequemen Rückzugsort um „ja nicht“ ein Risiko einzugehen.

Eine neue Liebe bringt Höhen und Tiefen

Etwas Schönes hat immer auch ein mögliches Ende. In der Liebe bedeutet dies, dass der Partner einen auch immer Schmerz zufügen kann. Aber nicht nur das, auch ein Verlust durch Krankheit oder Tod sind ja immer präsent.

Nichts ist für die Ewigkeit, zumindest nicht auf Erden und wir fühlen jetzt schon die Qual und den Pein, weil wir zu viel und zu lange daran denken, was kommen könnte und was sein wird. Es gibt Menschen, die haben so panische Angst vor der Zukunft, dass sie jegliches Gefühl abwehren, die sie für andere empfinden, nur, weil irgendwann das Schmerzgefühl eintreten wird, gleich wie und in welcher Weise.

Liebe ist nicht immer gleich

Oftmals spreche ich mit Menschen, die sich davor fürchten, dass der Partner sie zu sehr mag und sich zu stark auf ihn konzentriert. Was ist, wenn sich meine Gefühle für ihn ändern? Wie bringe ich ihm es bei, dass er nun nicht darauf hoffen kann, mit mir das ganze Leben zu verbringen?

Der Gedanke an den eigenen Schmerz, wenn man sich selbst in so einer Situation befindet, schreckt ab. Menschen wollen im Allgemeinen – von einigen Ausnahmen abgesehen – anderen keine Schmerzen zuzubereiten. Sie fühlen sich höchst unwohl, wenn sie ihrem Partner beibringen müssen, dass sich die Gefühle geändert haben.

Dies dann tun zu müssen und klar Farbe zu bekennen, erweckt Unbehagen und daher lässt es man es am besten ganz sein, um sich nicht mit so einer Situation konfrontieren zu müssen. Die Angst vor dem eigenen schlechten Gewissen, dass wir dann empfinden, kreiert diese Abwehrhaltung.

Dadurch gehen uns leider oftmals gute Beziehungen durch die Lappen.

Das Ablösen von der Familie

In sehr jungen Jahren passiert es oft, dass Jugendliche sich nicht von der Familie lösen können. Sich verlieben und ein eigenständiges Leben mit einem Partner führen ist ungewohnt und das auf sich selbst gestellt zu sein, die Geborgenheit der Familie nicht mehr zu spüren, macht die Sache nicht leichter.

Dieser Bruch wird emotional gewertet, er ist es aber nicht. Nach wie vor sind unsere Eltern und Geschwister hier und greifbar. Es ist das Entlassen in die Selbstständigkeit. Haben wir uns vorher an die Regeln und an unsere Identität als Tochter oder Sohn gewohnt, müssen wir nun in die Identität als Partner und Liebender oder Liebende schlüpfen. Wir werden erwachsen und das ist manchmal gar nicht so einfach.

Eine neue Liebe weckt alte Verlustängste

Existenz- und Verlustängste sind ein weiterer Punkt, was unsere Angst vor dem Verlieben stärkt. Wir sind uns bewusst – wie bereits oben genannt – dass nichts auf Erden bleibt, wie es ist. Da die Liebe für uns einen hohen Wert darstellt, können wir natürlich auch viel verlieren.

Wo nichts ist, kann man nichts verlieren und daher sträuben wir uns – aus Angst vor Verlustängsten – den Partner und seine Liebe anzunehmen, selbst wenn wir große Liebe empfinden und genau dann.

Oftmals versteckt sich hinter einer großen Ablehnung einer Person gegen eine andere Person tiefe Liebe. Wir wehren diese Liebe ab, indem wir sogar gemein werden, Fehler suchen um diese Liebe los zu werden. Das „Ich kann dich nicht leiden“ ist oftmals genau das Gegenteil.

Es ist erstaunlich, was ein Liebender, der eine Liebe abwehrt alles für Rechtfertigungen finden kann, damit er diese Liebe nicht annehmen muss.

Damit verbaut man sich die Chance zur großen Liebe und zu einer guten Beziehung zu gelangen.